Presse
19.06.2014, 18:14 Uhr | MOZ, Irina Voigt
An Neuenhagener Juden soll erinnert werden
Neuenhagen (MOZ) In der Gemeinde hat sich ein Arbeitskreis "Stolpersteine" gegründet, dem Dr. Else Ackermann, Dr. Erich Siek und Werner Niebsch angehören. Unterstützt werden sie von Verwaltungsseite von Gunter Kirst und Jutta Skotnicki. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, zu prüfen, wie einstige jüdische Mitbürger aus Neuenhagen, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden, posthum mit einem "Stolperstein" geehrt werden können. Stolpersteine werden bundesweit an Orten verlegt, an denen jüdische Bürgerinnen und Bürger lebten, die im Krieg umgebracht wurden.

Bislang ist es gelungen, die Namen von drei Neuenhagener Bürgern zu ermitteln. Erna und Herbert Smilowski, die einstmals in der Straße Grüne Aue lebten, wurden am 15. August 1942 nach Riga deportiert und drei Tage später dort umgebracht. Des Weiteren wurde Franziska Törlitz, einst wohnhaft im Grünen Bogen, im Mai 1942 im Vernichtungslager Chelmo (Kulmhof) ermordet. Das Problem ist nun, dass bis auf die Lebensdaten und die Adressen über diese Personen nichts bekannt ist. Deshalb bitten die Aktiven des Arbeitskreises um Unterstützung und fragen: Wer kann sich an Erna und Herbert Smilowski bzw. Franziska Törlitz möglicherweise noch erinnern?

Wer weiß etwas über die genannten Familien? Wer Hinweise geben kann, melde sich bitte in der Gemeindeverwaltung bei Jutta Skotnicki, Tel. 03342 245150.